Freie Demokraten fordern Erhalt aller drei kreiseigenen Krankenhausstandorte in Oberhavel

Die FDP Oberhavel bekennt sich zum Erhalt und zur Sicherung aller drei Krankenhausstandorte. Dies gilt für die Kreisstadt Oranienburg, für den Standort in Gransee, aber auch für den Standort Hennigsdorf. In ihrem Kreisprogramm haben sich die Freien Demokraten schon vor drei Jahren mit der Gesundheitspolitik im Landkreis befasst. Das 43-seitige Programm befasst sich auf gut zwei Seiten ausführlich mit der medizinischen Situation in unserem Landkreis. Basis dieser Erarbeitungen waren damals sowohl die fachlichen Expertisen unserer Kreistagsabgeordneten im Fachausschuss, aber auch die Einschätzungen von Fachleuten.
Gemeinsam waren wir schon damals der Auffassung, dass alle drei Standorte notwendig sind, um schnell und auf kurzen Wegen Leben zu retten. An dieser Einschätzung hat sich durch die „Krankenhausreform“ der Bundesregierung nichts geändert.

Der Kreisvorsitzende Uwe Münchow kündigte an, als Kreistagsabgeordneter keinen Beschluss mitzutragen, in dem das Krankenhaus Hennigsdorf liquidiert wird. „Ich verstehe das Bedürfnis, den Krankenhausstandort Oranienburg als Mittelpunkt des Landkreises zu stärken. Dennoch ist es nicht sinnvoll, alle medizinischen Leistungen an einem Standort zu bilden. Insbesondere im Notfall braucht es schnelle, wohnortnahe Versorgung. Der Standort Hennigsdorf ist hier sehr wichtig. Die Betreuung dort ist sehr gut, während in Oranienburg viel zu oft die Rettungsstelle überfüllt ist. Hennigsdorf hat in seinen Spezialgebieten Kompetenzen aufgebaut. Es wurden moderne Stationen geschaffen und OP-Säle gebaut. Dies alles abzuwickeln, wäre Geldverschwendung und ist mit mir nicht zu machen.“

Sein Kreistagskollege Daniel Langhoff unterstreicht dies: „Richtig ist es, dass nicht alle Leistungen an allen Standorten angeboten werden“. Dies erkennen die Freien Demokraten in ihrem Programm und fordern, hieran anzusetzen und wirtschaftlich Kompetenzen an den einzelnen Standorten zu bündeln. Langhoff: „Planbare Behandlungen und Operationen können durchaus auf Oranienburg konzentriert werden. Aber bei Verdacht auf Herzinfarkt und Schlaganfall zählt jede Minute!“ Außerdem hat Hennigsdorf seine Kompetenzen in bestimmten Bereichen herausgebildet. Dies sollte vor Ort bestehen bleiben können.
Zudem wächst unser Landkreis weiter, vor allem im südlichen und westlichen Oberhavel. Daher wäre es zu kurz gedacht, jetzt an der medizinischen Versorgung für die Zukunft zu sparen. Der FDP-Kreisvorsitzende empfiehlt weiterhin, nicht nur auf die drei kommunalen Krankenhäuser zu schauen: „Wir haben mit der Asklepios-Klinik in Birkenwerder sowie den Sana-Kliniken in Kremmen weit über Oberhavel hinaus beachtete und angesehene Kliniken. Auch diese gilt es, in die weiteren Planungen einzubeziehen.“
Einzelheiten zum Kreisprogramm der FDP für Oberhavel finden Sie auf
https://oberhavel.freie-demokraten.de/kreisprogramm-fdp-oberhavel